China 2026
China hat kurzfristig seine visumsfreie Einreise von 30 Tagen für 2026 verlängert. Ohne diese Möglichkeit hätte ich von einer Reise dorthin erst einmal Abstand genommen.
Passenderweise gab es gerade sehr günstige Flüge von Budapest nach Xi’an und Peking. Ich entschied mich für Xian und dafür von Beijing (Peking) auszureisen. Durch die fast garantierten enormen Verspätungen der Bahn kam ich erst mit fast 3 Stunden Zeitverschiebung in Budapest an. Der Nachtzug nach Wien war ganz ok, und letztendlich habe ich noch die Hälfte des Fahrpreises erstattet bekommen.
In Budapest hatte ich mir eines der günstigsten Hostels, im Schlafsaal, gebucht. Kurz vor Ankunft hatte ich noch mal die Mails gecheckt und gesehen dass das Hostel eine Altersbeschränkung von 49 Jahren vorgibt. Da reise ich nun seit Jahrzehnten von Hostel zu Hostel, in mittlerweile fast 90 Ländern und lese sowas zum ersten Mal. „Großzügigerweise“ bekam ich das Geld zurück. Daraufhin habe ich mir die günstigste Privatunterkunft gesucht und trotzdem noch dreimal so viel bezahlt. Natürlich geht es mir in erster Linie ums Geld wenn ich so lange unterwegs bin und deshalb in Schlafsäälen absteige. Aber diese Ausgrenzung wiegt noch schwerer. Denn es handelt sich um pure Diskriminierung. Ich würde mir fast wünschen dass die Vollidioten, die sich sowas ausdenken, genauso nach Geschlechtern, sexueller Orientierung, Behinderung oder Hautfarbe separieren. Dann gäbe es wenigstens einen Aufschrei, und solche Unterkünfte würden mindestens aus den Buchungsportalen fliegen. Wenn sich ein Hostel von vornherein als Partyhostel outet werden sich wohl sowieso viele, der ohnehin sehr wenigen, älteren Backpacker davon fernhalten. Aber davon ab habe ich schon mit 20 nicht den Fetisch geteilt anderen in den Rucksack zu pissen oder vor das Bett zu kotzen. Ich weiß auch dass es heute noch viele jüngere Reisende gibt, die sich fremden Kulturen gerne anders repräsentieren. Das spiegelt sich glücklicherweise auch in vielen Bewertungen über dieses Hostel wider. Und trotzdem scheint sich mit diesem Club – Verhalten eine Menge Geld verdienen zu lassen…
Wie weit man mittlerweile der Tourismusindustrie unterworfen ist zeigt das nächste Beispiel: Ich suchte mir also eine „günstige“ Privatunterkunft in Budapest, rannte mit dem großen Rucksack durch die Eiseskälte, klingelte in verschiedenen heruntergekommenen Hinterhöfen, wo niemand öffnete und es wohl auch kein Hotel mehr gab oder keiner un die Jahreszeit vermieten möchte? Beim dritten Hotel meldete sich nur die Gegensprechanlage und fragte ob ich bei booking gebucht hätte. Als ich verneinte wurde mir gesagt dass ich dann auch kein Zimmer bekäme. Ich buchte also schnell online, klingelte erneut und durfte nun vorsprechen…
All das hat mich in Budapest weniger begeistert und viel Zeit gekostet. Abends bin ich noch durch die Stadt gelaufen, hab ein paar Fotos von ein paar Gebäuden gemacht, einem Venezulaner, der kein Englisch konnte und dessen Telefon hier nicht funktionierte, geholfen seinen Sohn wieder zu finden, und bin dann morgens mit dem Bus zum Flughafen gefahren, wo der Flieger wegen der langen Enteisung mit etwas Verspätung abhob…







Eine äußerst merkwürdige Einreise:
Nachdem ich mit Air China die kürzere Reiseroute über Moskau, Minsk, Novosibirsk und die Mongolei genießen durfte, landete der Flieger in Beijing zwischen. Nun stand ich mitten in der Nacht in einer Masse von Menschen, die alle durch die gleiche Passkontrolle mussten, die aber alle unterschiedliche Reiseziele hatten und davon nur die wenigsten Ausländer nach China einreisen wollten. Trotzdem sollte ich – wie alle anderen ein Transitvisum online ausfüllen. Zum Glück konnte ich den QR Code scannen, da ich mir schon eine E-Sim für China vorinstalliert hatte. Denn zwischen hunderten verwirrten Touristen steht nur eine Person, die ein Schild mit dem Code hochhält. Mehr Infos gibt’s nicht. Dieses Procedere wird auch nicht auf der Seite unseres auswärtigen Amtes erwähnt.
Ich musste unzählige Fragen beantworten, auch nach meinem Weiterflug. An der Stelle habe ich dann Xian und 1 Tag Aufenthaltsdauer in Beijing eingetragen. Wann ich nach dem Transit das Land wieder verlasse und wohin wurde nicht gefragt. Den daraus generierten QR Code musste ich an der Passkontrolle vorzeigen, und hatte bestimmt 1 Stunde Wartezeit in der Schlange gespart, weil mich eine Gruppe Italiener mit irgendeinem Sonderstatus mit durchgeschleust hatten. So hätte ich erwischte meinen Weiterflug noch erwischt, der aber schließlich ohne Angabe von Gründen gecancelt wurde und ich 2 Stunden später einen anderen Flug bekam.
In Xian angekommen gab es keinen Zoll mehr, niemand der mich nach einem Weiterflug oder nach meiner Aufenthaltsdauer fragte. Das hatte ich bei außereuropäischen Reisen noch nie…
Ich fuhr mit dem Bus in die Stadt und lief zu meinem Hotel. Ab jetzt spricht kaum noch jemand englisch. Das Hotelzimmer für 20 Euro, inkl Frühstück, Handtücher, Trinkwasser, Fön, Shampoo etc war riesig und der pure Luxus. So was hatte ich noch nie für einen ähnlichen Preis, nicht in Indien, Vietnam oder wo auch immer. Und das ganze nicht weit von der Stadtmauer und dem Belltower, also dem Zentrum…

















Ein Ausflug zur Terracotta Armee darf natürlich nicht fehlen. Ich machte es mir einfach und ging in ein kleines Reisebüro und kaufte mir ein Busticket für 3 Euro hin und zurück. Das ging nur mit Übersetzungsapp, und in dem Minibus saßen ausschließlich Chinesischen. Wir wurden die komplette Fahrt von ca 1 Stunde mit Infos beschallt. Leider konnte ich davon nichts verstehen.



Es lässt sich hier den ganzen Tag verbringen. Der kaiserliche Garten war auch nicht gerade klein




Fahrt zu den Huashan-Bergen
Das gleichnamige Dorf liegt ca 120 km von Xian. Kein Problem bei dem wohl besten öffentlichen Verkehrsnetz weltweit. Der Bahnhof von Xian gleicht einem Flughafen. Züge und Metro scheinen immer auf die Minute pünktlich zu sein.


Ich hatte mich in Huashan für 2 Nächte einquartiert. Viele deutsche Reiseberichte und selbst Reiseagenturen verwechseln in ihren online Auftritten Huashan mit Huangshan, das Richtung Shanghai liegt und viel bekannter ist.









Nun beginnt die Wanderung über Treppenstufen im 5-stelligen Bereich. Allein die Wanderung von Berg zu Berg hier oben dauert mehrere Stunden. Ich musste mich beeilen weil die Seilbahn auf der anderen Seite des Gebietes wegen Schnee und Eis gesperrt war. Ich wollte nicht den gleichen Weg wieder runter.









Bisher habe ich noch keine Wanderwege ohne Stufen gefunden. Die sind zudem meistens so schmal dass mein Fuß zu einem Drittel übersteht. Ich weiß nicht wieviele es davon heute werden, aber das ähnliche Gebirge Huangshan verfügt über geschätzte 60 000 Stufen und ist mit knapp 2000 Meter Höhe sogar noch etwas niedriger.
Eine Chinesin aus Hongkong hatte sich dazu entschieden mit mir den langen Weg nach unten zu laufen. Da sie fließend Englisch spricht war die Kommunikation nicht so schwierig. Wir haben uns u.a. über Taiwan unterhalten, da sie die Insel auch gerne mit dem Fahrrad umrunden möchte. Und da ja nun auch wir permanenter Propaganda ausgesetzt sind und ein sehr einfaches Weltbild serviert bekommen, habe ich sie gefragt, was sie von einer Unabhängigkeit Taiwans halte. Sie sagte nur Taiwan wäre schön blöd wenn es das tun würde. Am Beispiel Venezuelas könne man gut sehen wohin es führt wenn ein Land keinen Schutz hat. Finde ich interessant, gerade für jemanden aus Hongkong und absolut richtig. Taiwan ist nicht Grönland. Damit wird sich auch der Diktator aus dem Westen abfinden müssen. Und dann lauern ja auch noch die Japaner auf die Insel…





Mit der Metro zum Huaquing Palast in Lin Tong.
Eigentlich wollte ich nach den Wanderungen in die hot springs. Dann müsste ich jedoch feststellen dass die zu einem Nobelhotel gehören und das 35 Euro Eintritt verlangt. Also have ich nur für den Palast dort bezahlt und bin wieder viel gelaufen.









Zhangjiajie, „Avatar Berge“
Oft als ein Natur – Weltwunder bezeichnet, muss ich zu den einmaligen Bergen wohl nicht viel schreiben. Durch die Avatar – Filme ist die Gegend noch mal wesentlich bekannter geworden. Dem kurzfristig gebuchten Flug für 50 Euro konnte ich für dieses Erlebnis nicht widerstehen. Jo

Die Vermieterin hat mir Ticket für den Park besorgt. Dadurch ist es etwas günstiger als wenn ich es selbst kaufe. Ich habe mir gleich die Kombi aus mehreren Seilbahnen und dem UNESCO Fahrstuhl gegönnt. Busshuttles sind inklusive. Das ist so teuer wie ein Lift Ticket in unseren Skigebieten, aber 4 Tage gültig. Die Seilbahnen dürfen aber nur einmal benutzt werden



































Nächster Tag in Wulingyuan.
Es gab einen Temperatursturz mit knapp über Null und immer wieder Nieselregen, viele Wolken. Da passte es ganz gut dass ich die Berge schon aus der Vogelperspektive gesehen hatte, wenn ich auch sehr warme Temperaturen und Sonne Anfang Januar verpasste. Heute wollte ich die unteren Wege laufen












Wechsel nach Zhangjiajie. Das liegt etwa 40 Minuten mit dem Bus von Wulingyuan. Ich hatte die Tour aber abgekürzt, in dem ich durch den Nationalpark gewandert bin. Mein Gepäck wurde währenddessen vom homestay in Wulingyuan für 2 Euro etwas ins Hotel nach Zhangjiajie geliefert.


Aber ich schiebe die Preise hauptsächlich auf die Nebensaison. Beijing ist da ganz anders, nämlich mindestens doppelt so teuer, die Unterkünfte locker dreimal so kostspielig oder dreimal so heruntergekommen. Dazu später. Denn jetzt geht es zum weltberühmten Himmesltor, ein riesiges Loch im Berg, am Ende einer sehr steilen Treppe mit 99 Stufen. Hinter meinem Hotel führt die längste Bergbahn der Welt nach ganz oben. Die war aber wegen Eis und Schnee gesperrt. Ich wurde mit dem Bus zu einer anderen Seilbahn geshuttelt.























Am späten Nachmittag ließ ich mich für knapp einen Euro im Taxi zum kleinen Flughafen fahren (etwa 10 km von der Stadt). Der war aber leer. Mein Flug nach Beijing wurde gecancelt. Ich sollte auf den nächsten Tag am Abend umbuchen…
Damit war klar dass ich für Beijing nur noch einen vollen Tag Zeit habe. Denn mein Weiterflug nach Taiwan stand schon längst fest. Schade, wenn ich gewusst hätte dass niemand danach fragt hätte ich mir das Datum offen gehalten…
So war aber noch Gelegenheit mir den dritten Spielplatz anzusehen. Den Qixing Berg. Er ist nahezu unbekannt, anders die spektakulären Fotos von der Himmelsleiter, die sich dort befindet. Busse fahren anscheinend nicht, oder zur Zeit nicht. Aber für weniger als bei uns die günstigste Busfahrt für nur eine Station kostet fährt das Taxi die halbe Stunde. Alle haben hier riesige Elektroautos oder Elektroroller. Strom scheint in China nichts zu kosten…
















Der Flug nach Beijing lief dann problemlos. Ich bin mitten in der Nacht angekommen und hatte mir eine Unterkunft vor gebucht, was sogar zur absoluten Nebensaison, bei Minusgraden, unbedingt notwendig ist. Im Zentrum ist schon viele Tage vorher fast alles ausgebucht. Selbst einige km weiter außerhalb gibt es nur wenig bezahlbares. Für 20 Euro habe ich in einem verdreckten Loch übernachten dürfen. Das war zwar ein Einzelzimmer, aber ein Bett im Schlafsaal wäre mindestens genauso teuer gewesen. Ich könnte es ja verstehen, wenn ich mir die Paläste in Xian nicht mehr in Preisklasse währen. Aber was ich davon halte, nur weil man es gerade kann, Wucherpreise zu verlangen (damit meine ich noch nicht mal die Bruchbude für 20 Euro hier), habe ich schon oft genug erwähnt. Komischerweise haben viele, die das als gesunde Marktwirtschaft verhätscheln, kein Problem damit die Hotelwirtschaft mit Staatsgeldern zu retten wenn es mal nicht so gut läuft. Ob das hier auch so ist weiß ich nicht. Das der kapitalistische „Sickereffekt“ im Bereich Wohnen und Hotelgewerbe von seiner notorischen Verstopfung eine Ausnahme macht, bezweifel ich, zumindest ist das in Deutschland nicht der Fall.
Die nächste Nacht schlief ich in einem Hotel am Flughafen, da mein Flug nach Taipeh schon um 8 Uhr morgens ging. Das Hotel war gut, und hier sind die Preise am günstigsten.
Es war klar dass ich bei nur noch einem vollen Tag nicht viel von Beijing sehen konnte. Daher entschied ich mich für die Mauer. Der am einfachsten zu erreichenden Teil, Badaling, soll wie Disneyland sein. Also fuhr ich lieber mit Öffis nach Mutianyu, was ungefähr 2 Stunden dauert









Wieder in Peking angekommen lief ich zum Jingshan Park, gegenüber der verbotenen Stadt mit dem Tianmen Platz. Der Eintritt kostet 25 Cent, und der Park hat einen Aussichtshügel mit Tempeln. Von hier hat man den besten Blick auf die verbotene Stadt




China ist toll, ich habe in den 2 Wochen viel erlebt. Für meinen Geschmack war es zu viel. Organisierte Touren machen das alles in Tagesfahrten. Aber ich wäre lieber noch länger an einem Ort geblieben. Durch die günstigen Preise und die gute Infrastruktur ist das auch ganz bequem. Doch mein Flug nach Taiwan steht fest.
Ohne wirklich viel gesehen zu haben von dem riesigen Land, und auch nur in touristischen Orten gewesen zu sein, ist mein Fazit dass in unseren Medien zu schlecht über China berichtet und viel gelogen wird. Es ist richtig dass hier viele Kameras hängen, selbst auf den trails. Falsch ist hingegen was uns über das Punktesystem zur Erlangung sozialer und beruflicher Vorteile berichtet wird. Die Versuche in diese Richtung kann man kritisieren, aber man sollte auch dazu schreiben dass es sich um regionale Modellversuche handelte, die hier im einzelnen zu erklären zu weit führt. Fakt ist dass China in erster Linie versucht die Konzerne so weit zu kontrollieren, dass diese nicht in der Lage sind die politische Verteilung eines Landes zu beherrschen, oder zumindest deren Einfluss auszubremsen. Wohin Kontrollverlust führt wird ja täglich vom Westen vorgeführt. Und auch wenn ich mich wiederhole: Es gibt kein Land auf der Welt was so dermaßen ineffizient wirtschaftet wie die USA. Sie haben ein komplett kaputtes Sozialsystem, verbrauchen die meisten Ressourcen, müssen seit ihrem Bestehen andere Länder überfallen und die meisten Schulden überhaupt anhäufen um diesen „way of life“ aufrecht zu erhalten. Zudem vermute ich dass die USA seine eigenen Bürger und die anderer Staaten ebenfalls stärker überwacht als China. In der USA hängt halt alles davon ab welcher Gesellschaftsschicht man angehört. Hier vielleicht auch, aber sieht wenigstens nach Bemühungen aus dagegen vorgehen zu wollen.
Die Vermögensunterschiede in China sind auch schon auf der Straße zu erkennen. Und mein Eindruck hier ist der einer Ellbogengesellschaft. Der Umgang untereinander ist nicht besonders rücksichtsvoll und freundlich. Es wird auch in der Metro gedrängelt oder kein Platz gemacht. Es wird im Hotel vor dem Buffet, und generell, auf den Boden gerotzt. Auf den Gehwegen fahren ständig Escooter und man muss ständig aufpassen nicht überfahren zu werden (das kenne ich natürlich auch aus anderen Ländern Asiens). Auch Chinesen laufen bei rot über die Ampel und grün bedeutet noch lange nicht dass man nicht überfahren wird. Es herrscht bei uns auch das Narrativ Taxifahrer würden oft kein Wort sprechen, da sie abgehört werden. Selbst wenn politische Gespräche aus diesem Grund vermieden werden sollten, sofern man überhaupt chinesisch versteht, denn ich habe keinen einzigen Taxifahrer erlebt der englisch spricht, ist das noch lange kein Grund gar nichts zu sagen. Ich habe Taxifahrer erlebt, die durchaus versucht haben mit mit mir zu sprechen, andere haben geschwiegen und nur in die Gegend gestarrt. Genauso wie ein Busfahrer, der nicht mal mein Hallo erwidert hat oder meine Frage nach dem Preis (beides kann ich schon auf Mandarin). Er hatte er den den Blick als würde er mir lieber ein paar rassistische Kommentare über Ausländer, die nicht in seinen Bus gehören an den Kopf schmeißen. Ich habe dann einfach den vermuteten Betrag in seine Box geworfen, mich hingesetzt, und er hat immer noch nicht reagiert. Ein anderer Busfahrer hat alle Hebel in Bewegung gesetzt jemand im Bus zu finden der mir mit ein paar Brocken Englisch den Weg erklärt hat. Die meisten Chinesen waren sehr hilfsbereit wenn ich sie was gefragt habe. Aber zurück zu egoistischen Entgleisungen, gerade in einem System von über einer Milliarde Menschen und einer Historie von Ausbeutung und Massakern durch ausländische Mächte: Es ist immer und überall die Frage inwiefern eine Gesellschaft gegängelt werden muss wenn sie selber nur noch das Gesetz des Stärkeren kennt. Es als freiheitlich zu empfinden nach oben zu Buckeln und nach unten zu Treten entspricht nicht so meinen Vorstellungen von Demokratie. Manche Dinge wirken hier etwas übertrieben. Überall wo ich war ist es extrem sauber, so sauber dass sogar bei eiseskalten Temperaturen oben auf dem Gipfel von Zhangjiajie Arbeiter damit beschäftigt waren einzelne Blätter mit der Zange von den Gehwegen zu picken. Auf der anderen Seite hat China z.B. ordentlich Schulden gemacht um ein perfektes öffentliches Netz aus Bussen, Bahnen und Metro zu errichten. Etwas das sich alle leisten können und von dem alle etwas haben. Vielleicht ist die Kritik bei uns gegen China deshalb so einseitig, weil sich unsere Propaganda davor scheut eigene Fehler zuzugeben. Und in den letzten Jahren werden die Argumente für unser System spärlicher: Tendenziell geht es in China für alle bergauf, bei uns für die meisten bergab…
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