Timor-leste (Osttimor)
… ist eines der am wenigsten bereisten und am wenigsten bekannten Länder der Welt. Es kann nur von wenigen Orten aus erreicht werden. Einer davon ist Bali, aber die Flüge von hier sind ziemlich teuer. Die günstigste Variante ist ein Flug für 70 Euro nach Kupang (Westtimor, Indonesien), und am nächsten Tag mit dem Bus nach Dili (Hauptstadt von Timor-leste). Das Land ist jung, mit blutiger Geschichte und arm. Da fast alles importiert werden muss ist es trotzdem wesentlich teurer als Indonesien, bei gleichzeitig sehr schlechter Infrastruktur. Obwohl ich einiges gewohnt bin und keine bequeme Fahrt erwartete, waren die 13 Stunden der Horror (13 Stunden Achterbahn). Überflüssig zu erwähnen, dass ich im Bus der einzige Tourist war. Das spiegelte sich an der Grenze wider: Seit kurzem brauchen Deutsche kein Visum mehr. Aber man muss eine elektronische Zollerklärung ausfüllen und den QR Code vorzeigen. Das wusste ich nicht, davon steht nicht einmal was auf der Webseite des Auswärtigen Amtes (die wird auch immer dürftiger). Da der Bus wartete ging’s dann plötzlich völlig unbürokratisch, wie sich Timor-leste auch sehr über Touristen freut…
Der Kontrast zu Bali könnte kaum größer sein. Ich hatte eine Nacht in Kuta verbracht, um nahe am Flughafen zu sein. Ein paar Stunden hier haben mir gereicht. Timor ist auch eines der letzten analogen Länder der Welt (von Dili abgesehen). Auch das macht das Reisen nicht einfach, aber was ist stressiger, das Angegrabsche in Kutas Straßen, die zivilisationsgestörten Influencer in Nusa penida oder das Herumgerenne und Organisieren müssen in Timor-leste? Es ist halt reisen wie früher – nur zu teuer… Mit ergo sehr einfach ausgestatteten Schlafsäälen, sofern es sie überhaupt gibt.
Timor-leste war mal portugiesische Kolonie. Ein paar Brocken finden sich daher in der Hauptsprache Tetum wieder. Zusammen mit meinen paar Wörtern Bahasa Indonesia kann ich manchmal ganz wenig verstehen, muss aber trotzdem darauf bauen dass jemand Englisch spricht.










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