Flug von Guilin nach Seoul mit zwei Zwischenstopps. Südkorea bietet eine visumsfreie Einreise. Es ist aber eine Einreisekarte auszufüllen, was man besser schon vorher online erledigt. Dann zum ATM, um die T-money Card für die Öffis kaufen zu können. Das geht nur mit Bargeld. Ansonsten wird hier meistens mit Kreditkarte bezahlt. Der Schnellzug bringt einen ins Zentrum, das genauso ist wie ich es mir vorgestellt habe: Wolkenkratzer, die üblichen Boutiquen, Geschäftsviertel, Migrantenviertel, und überall internationale Anzugsträger, viele überdimensionierte Luxuskarossen und Menschen in Pappkartons.
Ein romantischer Sonnenuntergang im Ausgehviertel Itaewon in Seoul. Fotoshooting vor dem Regierungspalast. Einzelne historische Ruinen zwischen den Wolkenkratzern und mehrspurigen Straßen. Habe ich mir nicht alle angesehenBesuch im Kriegsmuseum. Es ist gigantisch groß, kostenlos, nennt sich Gedenkstätte. Ich hatte mir etwas mehr historischen Kontext versprochen. In Wirklichkeit ist das Gebäude nur eine einzige Glorifizierung des Militärs.Draußen noch ein Denkmal für ein Brüderpaar, das sich im Krieg zwischen Nord – und Südkorea gegenüber stand und versöhnte. Innen sieht es aber anders aus. Nämlich nach noch mehr Patriotismus als ich sie in Einrichtungen kommunistischer Länder gesehen habe. Auch wenn Korea viel erleiden musste, wird hier eher für das Sterben als für das Leben geworben. Eine große Tafel weist auf das Motto hin: „Wer den Frieden möchte muss für den Krieg vorbereitet sein“. Klappt ja gerade hervorragend in der Welt…Ein Beispiel? Südkorea hatte seine Streitkräfte nicht nur defensiv eingesetzt. Und was sagt Google dazu? Zur größten Unterstützung des Angriffskrieges gegen Vietnam? „…Wirtschaftliche Folgen: Die Beteiligung war mit den USA verhandelt, wobei Südkorea wirtschaftliche Vorteile wie Kredite und Technologietransfers erhielt, was zum sogenannten „Wunder am Hangang“ (Wirtschaftsaufschwung) beitrug. Kontroversen: Neben militärischen Erfolgen gab es Berichte über Massaker an Zivilisten und Kriegsverbrechen durch südkoreanische Truppen, mit denen sich das Land bis heute teilweise nur schwer auseinandersetzt. [1, 2, 3, 4, 5, 6, 7]“. Es gibt halt kein Land auf der Welt, das nicht in der Lage wäre die gleichen Verbrechen zu begehen, die es selbst erfahren musst. Spätestens als ich vielen Menschen sah, die auf den unzähligen Panzern und Kanonen auf dem Gelände hier posierten, habe ich mich entschlossen davon keine Fotos einzustellen. Ein historisches Museum ist das hier nicht wirklich…Ein Tag im Bukhansan Nationalpark. Der lässt sich von Seoul aus mit Bus und Bahn erreichen. Ist daher gut besucht, aber auch toll. Die meisten Touristen haben das Ziel auf den höchsten Berg zu laufen. Dabei gibt es einige Bergspitzen, die gerade mal 40 Meter weniger haben, aber die Pfade natürlicher, die Aussichten super und die nicht so überlaufen sind Abseits des Weges: Der sieht aus wie ein kleiner Wolf, ist auch ähnlich scheu… Ein typisches Zerrbild des Handys: Der Weg sieht flach aus, ist aber eher was zum Klettern. Nur an der offenen Wuchsrichtung der Baumwurzeln ist das zu erkennen Granitfelsen, die ein bischen an Huan Shan in China erinnern. Nur sind die Berge hier keine 800 Meter hoch Was die Aussicht nicht viel schlechter macht. Hier auf einen riesigen, sitzenden Buddha Mit RabeManchmal auch schmale TrampelpfadeHier stand mal eine Festung Das schöne ist, dass auf schmal Grat von Bergspitze zu Bergspitze gehtStunden später begegnete mir auch die Mutter des mutmaßlichen Wolfes. Eine Suche im Internet deutet auf eine Hunderasse hin, die dem Wolf tatsächlich sehr ähnlich istEs wird vor Waldbrandgefahr gewarnt. Die Trockenheit lässt sich hier erahnen
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