Es gab keine neue Einreise. Ich muss dieses Mal rein softwarebedingt einen dritten Teil erstellen
Der startet mit der Fahrt von Shangri la nach Yubeng, einem kleinen Dorf in den Bergen weiter nördlich. Shangri la ist der letzte Ort mit einem Zug Bahnhof. Von hier musste ich den Bus nach Feilaisi nehmen, kurz hinter Deqin, welches der letzte Ort im kulturellen Tibet ist den man ohne Permit betreten kann, und geographisch das Ende von Yunnan. Die Fahrt nach Feilaisi dauert 4 Stunden. Hier musste ich eine Übernachtung einlegen um früh morgens einen Bus nach Ninong zu erwischen, denn von da aus gibt es keine andere Möglichkeit nach Yubeng zu gelangen als ca 5 Stunden bergauf zu laufen (oder per Pferd).
Die Fahrt geht wieder mal entlang einer Schlucht kleine Rast. Wo gibt es schon so ein Panorama bei einem Stop eines öffentlichen Busses?Ich war wieder der einzige ausländische Tourist im Bus. Diesmal gab es aber jemand im Bus, der mir die Ansagen übersetzen konnte. Die Fahrt ging über 4500 hm, und wenn jemand Probleme mit der Höhe bekommen sollte, würde der Bus anhalten Feilaisi ist recht teuer. Denn der Ort bietet die beste Aussicht auf die Meili Berge. Der Kawagarbo zählt sogar zu den 8 heiligen Bergen und ist 6740 Meter hoch. Es strömen immer mehr chinesische Touristen nach Feilaisi, und es wird gebaut wie verrückt. Ich fand die Art zu bauen ganz interessant. Die Arbeit muss aber extrem hart sein. Dazu kommt die Höhe mit 3000 Meter und die Kälte Und so sieht das dann aus, zum Sonnenaufgang. An diesem Morgen gab es hunderte Enttäuschungen Der immer erkennbare Unterschied zu anderen Regionen sind die tibetischen GebetsfahnenDie Fahrt nach Ninong dauert von hier eine knappe Stunde. Das hier ist eigentlich kein Dorf, sondern nur ein Parkplatz. Kurz nach Beginn des hikes wird Eintritt verlangt. Ich spare auch dieses mal die Hälfte und damit ca 3,50 Euro. Sind in Deutschland ja immerhin geschätzte 7 km mit dem eigenen Auto und 0 km mit dem Taxi. Oder ich gebe lieber das Geld in China aus. Vor Abfahrt habe ich mir nämlich leider wieder mal den deutschen Pressespiegel angesehen. Meldung: Der Staat verzichtet auf 17 Cent pro Liter Sprit, die er sich nun woanders wieder holen müsste. Keine weitere Erklärung. Mit dieser, selbst für Mathematik Erstklässler unlogischen Rechtfertigung, nähern sich die Journalisten schon trumpschen Niveaus. Wenn dann der noch nicht ganz verblödete Teil der Bevölkerung anmerkt, dass durch die hohen Spritkosten Trotz mehr Geld als vorher eingenommen wird, kommt der große ‚Faktencheck“. Ein Begriff so sinnvoll wie“Sondervermögen“. Nun erklärt uns der sogenannte Faktencheck den Verlust durch den Schaden für die Wirtschaft durch die hohen Spritkosten. Nicht mal der Widerspruch darin wird erkannt. Parallel öffnet sich alle paar Wochen das Füllhorn um die nächsten Milliarden für einen sinnlosen Krieg und dessen Folgen auszugeben. Dazu wird lieber geschwiegen.
Ich hatte mir schon ein Hotel vor gebucht. In Yubeng geht der Zimmerpreis ab 30 Euro aufwärts. Ich musste also wieder in den Schlafsaal. Es ist davon auszugehen, dass auch in China die Hotelpreise bei entsprechender Marktlage gnadenlos in die Höhe schießen können. Dann kann ich mir das Land vielleicht demnächst nicht mehr leisten. Aber ich sehe hier nichts von Verteuerungen der Transportpreise. Jedenfalls scheint sich China wesentlich mehr Gedanken über die Grundversorgung seiner Bevölkerung zu machen als unsere kollabierende Demokratie. Und nun weiter nach Yubeng…
Fast der ganze Weg ist betoniert.Der Startpunkt liegt bei 2000 hm, das Ziel, upper yubeng, bei 3200 hmLower yubeng Auf dem Weg nach upper yubeng. Die Sicht auf die Gletscher rundherum ist großartig. Es wird aber leider überall gebaut, und es liegt viel Müll herum Upper yubeng im Hintergrund
Eigentlich kommen alle hierher um eine von zwei Tageswanderungen zu machen. Von lower yubeng zu einem Wasserfall oder von upper yubeng zum Eissee. Ich machte mich am nächsten Morgen auf zum Eissee. Es wird hart, denn der liegt auf knapp 4000 Meter
Nach einer kalten Nacht (Heizungen gibt es nicht, außer einem Kamin in irgendeiner Ecke der abends auch mal angeschmissen wird), ging es in den Regen Wieder schön geschmückt
Nach etwa einer Stunde bergauf findet sich eine offene Schutzhütte. Ich stellte mich unters Dach, aß eine Banane und legte die Schale vorübergehend aufs Geländer. Kurz darauf kam das erste Streifenhörnchen. Ich hatte auf dem Rückweg noch eine etwas unangenehme Begegnung…
Ich habe das Tier nicht absichtlich angefüttert. Das Hörnchen hat aber sowieso die Reste verschmäht. Offensichtlich ist es mehr an Industrieabfällen interessiert – wie wir Menschen Der Regen ging in Schneeregen überNichts, absolut nichts zu sehen von den tollen Bergen. Das würde die Pilger nicht stören. Für die ist hier alles heilig, und Müll, Lautstärke, Pinkeln etc ist verboten. Der Kawagarbo wurde auch noch nie bestiegen. Auch das ist verboten. Die Schilder geben über einiges Auskunft, auch über das Sammeln von Karma, was an sich nichts anderes bedeutet als Handlung Das wäre Bei gutem Wetter mein Preis gewesenEs ist eine Riesenquälerei hier hoch. Die Chinesen hatten wenigstens fast alle Wanderstöcke und Eiskrallen. Es bemühen sich sehr viele hier hoch. Aber noch sind es wenig Ausländer. Das macht sich auch daran bemerkbar, dass wieder einige Fotos mit mir machen wollten Und dann endlich am Eissee, wo das Atmen schon sehr schwer fällt Es handelt sich um einen typischen durch Gletscherwasser entstandenen See
Um dann wieder den selben Weg runter laufen (rutschen) zu müssen, mit erneuter Rast bei den Hörnchen
Das ließ nicht lange auf sich warten und rannte zum Geländer, auf Nahrungssuche. Das wird jetzt etwas eklig. Aber wenn man schon den Anfang eigener Blödheit dokumentiert…Kurz nach dem Biss rannte das Vieh wieder auf dem Geländer rum (vielleicht war es auch ein anderes), starte mich an, während ich noch überlegte womit ich die Wunde stillen kann und sprang mir aus einem Meter Entfernung gegen die Brust, perlte aber ab, da ich im selben Moment auswich. Dann kamen ein paar Chinesen. Ein Gruppenleiter holte sofort sein Erste Hilfe Set, wusch die Wunde aus und machte mir einen Wundverband. Er hat Geld und das Angebot ihm neues Material zu kaufen, abgelehnt! Ich weiß nicht ob das Streifenhörnchen aus Wut oder aus Neugier zu gebissen hat. Aber ich weiß ja genau, dass die „Wildnis“ kein Streichelzoo ist.
Eine Internet Recherche nach der genauen Bezeichnung der Tiere ließ mich lediglich wissen, dass Eichhörnchen in China zum Aufspüren von Drogen trainiert werden. Bei uns sind sie ja schon lange im Einsatz, wenn auch nur im Straßenverkehr…
Als ich gegen frühen Nachmittag wieder kam, lichtete sich der Berg. So viel zum frühen Vogel…
Beim Heranzoomen wurde sogar das blaue Gletschereis sichtbar Vorne hängen die Menschen in Zelten. Dahinter wird ein großes Hotel gebaut Auf dem Rückweg der Yak
Ich konnte leider nicht einfach verlängern. Wo ein Sich treiben lassen im Januar noch einigermaßen funktionierte, wird es jetzt immer voller, und ich musste sehen, dass kaum noch Zugeplätze vorhanden sind. Für die Rückfahrt von Shangri la bin ich nur über die Warteschliste zu einem Ticket gekommen und auch nur mit Umsteigen. Für die restliche Zeit in China habe ich nun alles vorgebucht…
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